Krankheitsbilder

Krankheitsbilder beim Rasen

Was fehlt meinem Rasen?

Rotspitzigkeit

Die Rotspitzigkeit ist eine altbekannte Rasenkrankheit. Ein Befall ist ganzjährig möglich. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bilden sich rosafarbene Myzelflecken, die Blattscheiden verkleben, danach treten nadelartige, sich verzweigende korallenrote Gewebe hervor.

Unser Tipp:

Um den Befall vorzubeugen ist eine ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung wichtig. Düngen Sie mit einem Stickstoffbetonen Langzeitdünger. Bei starkem Befall geben Sie eine zusätzliche Stickstoffgabe.

Hexenringe

Der Pilz gehört zu den bodenbürtigen Schadpilzen. Er wächst in der Regel kreisförmig.
Das Geflecht des Pilzes breitet sich unter der Erde aus. Hohe Bodenverdichtung, magere und sandige Böden oder stark verfilzte Flächen können den Befall von Hexenringen fördern.

Unser Tipp:

Die Bekämpfung des Hexenringes wird durch das stark wasserabweisende Myzel erschwert. Die Myzelschicht sollte mit einer Grabegabel aufgelockert werden und die Behandelte Fläche anschließend durchdringen gewässert werden.

Blattfleckenkrankheit

An den Blättern zeigen sich kleine, rot bis dunkelbraune Flecken. Im laufe der Infektion werden diese größer. Die Pflanzen sterben ab und bekommen und werden dann strohfarbend.

Unser Tipp:

Eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln ist nicht möglich. Vermeiden Sie Stresssituationen, wie extreme Tiefschnitte oder Lichtmangel. Eine ausreichende Versorgung des Rasen mit einem Kaliumdünger beugt dem Befall vor.

Schneeschimmel

Schneeschimmel ist keine echte Winterkrankheit und auch nicht an Schnee oder Frost gebunden. Es kann ganzjährig zur Infektion kommen. Es handelt ist um eine Nassfäule. Anfangs zeigen sich kleine Runde Flecken, sie können die Flächen bis zu einem Durchmesser von 3 Meter heranwachsen, die einander überschneiden.

Unser Tipp:

Kräftigung der Pflanzen durch Kali hilft. Zu späte Düngung mit Stickstoff im Herbst ist zu vermeiden. Den Rasen im Winter nicht zu stark zu strapazieren, gut belüften und trocken zu halten ist angesagt. Vermeiden Sie Kalkgaben im Herbst, der Pilz bevorzugt alkalische Bodenverhältnisse. Vorbeugende Behandlung mit chemischen Mitteln ist möglich.

Pythium-Fäule

Das Krankheitsbild zeigt sich zunächst als weißes Myzel – dann bildet sich eine graue, schleimige Masse. Der Wurzelhals verfärbt sich schwarz und beginnt abzusterben. Betrachtet man die einzelne Pflanze, so lässt sie sich sehr leicht aus dem Boden ziehen. Es besteht eine Verwechselungsgefahr mit Trockenschäden.
Nasse Böden und kühle Witterung fördern den Pilz.

Unser Tipp:

Beregnen Sie Vorzugweise in den Morgenstunden, so kann der Bestand schneller wieder abtrocknen. Sorgen Sie für eine ausgeglichene Nährstoffversorgung. Kontrolieren Sie den pH-Wert des Bodens. Beseitigen Sie Bodenverdichtungen.